Workshop im TAZ Spiegelau am 07.12.2011

Im winterlich verschneiten Bayerischen Wald herrscht große Aktivität: das Kooperationsvorhaben Technologieanwenderzentrum Heiße Glastechnologie in Spiegelau, abgekürzt TAZ, welches gemeinsam von der Hochschule  Deggendorf und der Universität Bayreuth wissenschaftlich betreut wird, hat im gerade fertiggestellten Büro- und Laborgebäude seinen Forschungsbetrieb aufgenommen.

Die offizielle Einweihung des Technologiezentrums wird zu Beginn des Jahres 2012 erfolgen, die Werbung um Studierende der Hochschule Deggendorf und der Universität Bayreuth, sich der Glastechnologie zuzuwenden und Abschlussarbeiten oder Promotionen auf diesem Gebiet anzustreben, muss sich aber am akademischen Jahr orientieren und daher noch im laufenden Wintersemester 2011-2012 beginnen.

Mit der Einrichtung des TAZ wird eine traditionsreichen Glasregion belebt, in der zahlreiche Arbeitsplätze verloren gegangen sind. Durch Schaffung eines attraktiven Forschungs- und Technologie-Entwicklungsumfeldes soll diese Region auch wieder zum Anziehungspunkt für junge Menschen und neue Unternehmen werden.

Der 1. TAZ-Workshop, der am 7. Dezember durchgeführt wurde, hat diese Anziehungskraft bereits gehabt:  Wissenschaftler und Doktoranden der Uni Bayreuth unter Leitung von Prof. Dr. Monika Willert-Porada und Professoren, Mitarbeiter und Studierende der Hochschule Deggendorf unter Leitung von Frau Professorin Wünsche und Prof. Rascher aber auch Firmenvertreter aus der Region sind zu einer wissenschaftlichen Vortragsreihe mit anschließenden Diskussion zusammengekommen. Insgesamt sind es 29 Teilnehmer gewesen, die sich in den Pausen lebhaft unterhalten haben und kennenlernen konnten.

Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister  der Gemeinde Spiegelau,  Herrn Josef Luksch, und den Geschäftsführer des TAZ, Herrn Michael Fuchs, wurde es "heiß": Glasschmelztechnologie, Formgebung aus der Schmelze, Herstellung von Glaskugeln und -Flakes, produktionsintegrierter Umweltschutz in der Glasindustrie, waren die Themen der Fachvorträge. In der Mittagspause erklärten die Herren Alois Kasberger (Laboringenieur) und Egon Goldmann (Werkmeister) die Präzisionsblankpressmaschine und Herr Christian  Wistl  (B. Eng.) den Shack-Hartmann Wellenfrontsensor.  Ziel des Workshops, der zu einer regelmäßigen, vierteljährlich stattfindenden Veranstaltung werden soll, ist es, gemeinsame Projekte zu generieren und die Kompetenzen der bereits in weiteren Technologiezentren verfügbaren optischen Technologie mit der neuen Einrichtung im TAZ zu verknüpfen. Daher sind die Themen des nächsten Workshops entlang der Prozesskette auf die Füge- und Trennverfahren, die Messtechnik, Glasentwicklung und die Prozesssimulation ausgerichtet. Weitere Themen sind u. A. Beschichtungstechnologie, Presstechnik, Präzisionsblankpressen.

Neben dem anfangs eher an wissenschaftlich Interessierte Teilnehmer ausgerichtetem Workshop wird das TAZ auch zahlreiche Veranstaltungen mit Beteiligung von Firmen durchführen, um aktuelle F&E Themen mit regionaler und überregionaler Bedeutung zu identifizieren und mit der am TAZ vorhandenen Ausstattung Projektarbeiten zu initiieren.


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